Unsere zuletzt verstorbene Mitglieder

Kathi Reichart

Lieber Ludwig, liebe Regina, lieber Robert, mit Familien, lieber Hans, lieber Georg,           werte Trauerversammlung, liebe Unterillertaler!

Tief erschĂŒttert haben wir die Nachricht vom Tod unserer lieben Kathi erhalten. Der Verein der Unterillertaler ist in tiefem Schock, haben wir doch alle mit Kathi mitgelitten und mitgehofft und bis zuletzt die Zuversicht nicht aufgegeben. Der Herrgott aber hatte anderes mit ihr vor und hat sie nun in seine Ewigkeit aufgenommen. Wir bleiben zurĂŒck in tiefer Betroffenheit und Trauer.
In der Todesanzeige steht zu lesen: “Der Mittelpunkt der Familie... durfte heimgehen.” So ist es auch fĂŒr die Unterillertaler. “Der Mittelpunkt der Unterillertaler ist von uns gegangen.” Tieftraurig mĂŒssen wir Abschied nehmen von Kathi Reichart, die das aktivste Mitglied in unserem Verein war.
Kathi Reichart ist am 4. September 1965, im zarten Alter von 17 Jahren, dem Verein beigetreten. Ihre Tante, Theresia Roth, war schon seit Jahrzehnten bei den Unterillertalern,

und so hat sie auch ihre Nichte Kathi dem Verein zugefĂŒhrt. Das war der GlĂŒcksgriff fĂŒr die Unterillertaler. Denn ĂŒber Jahrzehnte hinweg war Kathi dem Verein zugetan - mit Herz, Geist und vollem Einsatz! Von Anfang an war sie in der Singgruppe und in der Tanzgruppe engagiert. 10 Jahre lang, von 1976 bis 1986, war sie Kassierin und dann, von 1990 bis 2010, Erste Vorsitzende. Bis zuletzt war sie die Archivarin des Vereins. Aufgrund ihrer Verdienste wurde sie von den Unterillertalern zur Ehrenvorsitzenden ernannt. FĂŒr 50jĂ€hrige Mitgliedschaft erhielt sie zudem die goldene Ehrennadel des Vereins.
2001 verlieh ihr unser damaliger ObergĂŒrgermeister Dr. Ulrich Netzer das “Ehrenzeichen des Bayerischen MinisterprĂ€sidenten fĂŒr im Ehrenamt tĂ€tige Frauen und MĂ€nner”.
Das alles sind mehr oder weniger nĂŒchterne Zahlen und Fakten in Kathis Vereinsleben. Was ihre Besonderheit fĂŒr uns jedoch ausmachte, war ihre menschliche WĂ€rme, ihre Geselligkeit und ihr Humor. Sie war die Seele des Vereins. Mit Herzblut und Durchsetzungswillen hat sie sich immer zum Wohle der Unterillertaler eingesetzt.
Als der verstorbene Adi BrĂŒndl seine Krippe den Unterillertalern vermachte, war Kathi der treibende Motor, dass wir einen Platz dafĂŒr in der Krypta der Lorenzkirche gefunden haben und dass die Krippe der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht werden konnte. Inzwischen ist die BrĂŒndl-Krippe eine große Attraktion fĂŒr ganz Kempten geworden.
Kathis herzliche Art, ihr treffendes Urteil in Vereinsbelangen, ihr GespĂŒr fĂŒr echtes Brauchtum und die immer wohlgemeinten RatschlĂ€ge werden wir sehr vermissen. Ebenso ihre Gastfreundschaft, die ja legendĂ€r bei den Unterillertalern war. Wieviele Stunden haben wir im Höhenweg zugebracht - kulinarisch verwöhnt - mit mĂŒtterlicher Hingabe aufgenommen. Und das, obwohl sie ja auch GeschĂ€ftsfrau war, die immer da sein mußte, auch wenn sie bis in die FrĂŒhe hinein ihre GĂ€ste bewirtete.
54 Jahre lang hat Kathi ihre ganze Kraft und Liebe dem Verein geschenkt. Kaum ein Mitglied hat den Verein so persönlich geprĂ€gt wie “unsere Kathi”. Immer hatte sie ein offenes Ohr und eine offene TĂŒr fĂŒr uns, selbst jetzt noch, als sie so schwer erkrankt war.
Ein großes Herz hatte Kathi fĂŒr alle, besonders fĂŒr die neuen Mitglieder, fĂŒr alle Alten und Kranken, um die sie sich ganz besonders kĂŒmmerte. Man kann wirklich sagen, sie war die Mutter des Vereins. FĂŒr alles, was sie fĂŒr die Unterillertaler getan hat, können wir ihr nur ein herzliches “VergeltÂŽs Gott” sagen. Es wird schwer fĂŒr uns sein, ohne sie weiterzumachen.
Liebe Kathi, SĂŒdtirol war dir eine zweite Heimat. Dort hast du so gerne fröhliche Stunden mit Freunden von unserem Verein zugebracht - wir haben zusammen so manches Achtele getrunken und hatten Freude beim Törggelen, bei KĂ€schten, Speck und am “Roaten”. Das schöne SĂŒdtiroler Prozessionslied “Gott hat alles recht gemacht”, das du selbst so oft und gerne gesungen hast, sei dir nun unser letzter Abschiedsgruß.
Liebe Kathi, wir werden dich sehr vermissen und versuchen, in deinem Sinne weiter zu machen. An deinem Grab werden wir einen Kranz niederlegen.

Liebe Kathi, ruhe in Frieden.

Verfasst und vorgetragen von Reinhold Petrich

Fotos: Maria Leimgruber

Ludwig Dollinger

Hella  Pichler

Lieber Martin, liebe Angehörige,
liebe Trauergemeinde, liebe Unterillertaler!
Wir mĂŒssen heute Abschied nehmen von einem unserer verdienstetsten und dem langjĂ€hrigsten Mitglied der Unterillertaler. Schon seit etwa einem Jahr konnte Hella aus gesundheitlichen GrĂŒnden nicht mehr am Vereinsleben teilnehmen.
Dieser endgĂŒltige Abschied aber schmerzt uns zutiefst. Es fehlen die Worte, um unsere GefĂŒhle zu beschreiben.
Seit dem 13. April 1947, also seit 71 Jahren, war sie bei uns Unterillertalern Mitglied und seit 1997, anlĂ€ĂŸlich ihrer 50jĂ€hrigen Mitgliedschaft, Ehrenmitglied unseres Vereins. Sie hat wie kaum ein anderes Mitglied all ihre Talente in den Verein eingebracht. Hella hat in der Singgruppe schon bald die fĂŒhrende Sopranstimme ĂŒbernommen und war auch fast bis zuletzt mit ihren ĂŒber 80 Jahren eine geschĂ€tzte SĂ€ngerin.
Von Anfang an gabe es bei uns eine Tanzgruppe, wo sie auch 1963 Ihren spÀteren Eheman, Heinz Pichler kennen und lieben lernte. Im September 1997 haben sie geheiratet. Ihr Sohn Martin, der eine erfolgreiche berufliche Laufbahn einschlug, hat ihnen viel Freude bereitet.

Mit Heinz zusammen hat sie bis 1986, also 23 Jahre lang, in der Tanzgruppe vorgetanzt, unter anderem bei unzĂ€hligen Tanzfesten im Kornhaus, Tanzproben und Auftritten. Ihr wichtigster Verdienst bei uns im Verein war jedoch ihre BeschĂ€ftigung mit unserer Tracht. Sie hat auf Anraten von Dr.Dr. Weitnauer in Kempten, sich um die Erneuerung der Kemptener Tracht bemĂŒht. Mit gutem Geschmack und sicherem GespĂŒr hat sie den AllgĂ€uern eine Tracht verpaßt, die sie heute noch, nach fast 70 Jahren, mit Stolz und Freude tragen. 1970 wurde Hella von den Unterillertalern zur Trachtenberaterin ernannt. Dieses Amt hat sie wĂ€hrend 46 Jahren mit großem Engagement ausgeĂŒbt. Dann hat sie offiziell diese TĂ€tigkeit an Kathi Reichart abgegeben. In der Landwirtschaftsschule, in der ihr Mann Heinz arbeitete, hat sie mit Trachten-Schneiderkursen fĂŒr die SchĂŒlerinnen begonnen. Diese Kurse erfreuten sich steigender Beliebtheit. Im Verein kam durch Hella manche Neuerung hinzu. Die Ausstattung der MĂ€nner mit Festtags-Gehröcken, festlichen HĂŒten, die Entwicklung eines SaalhĂ€ubles fĂŒr die Frauen-Sonntagstracht, sowie die prĂ€chtige Stickerei auf den Miedern der Festtracht.
Liebe Hella, man könnte noch lange so fort erzĂ€hlen von deiner bewegten Zeit bei uns im Verein. Aber wir mĂŒssen nun von dir Abschied nehmen. Genauso wie vor einem Monat von deinem Mann Heinz. Dieser Abschied fĂ€llt uns unendlich schwer. Der einzige Trost ist, dass wir dich so lange haben durften und dass du nun mit deinem geliebten Heinz wieder vereint bist.

Liebe Hella, ruhe in Frieden!

Erna Gessel

Erna war ein stilles, ruhiges Mitglied der Unterillertaler. Am Vereinsnikolaus hat sie immer wunderbare Hefezöpfe fĂŒr uns gebacken. Wir werden ihr immer ein stetes Gedenken bewahren.

Heinz Pichler

Nachruf fĂŒr Heinz Pichler am 6.12.2018

Das verklungene Lied “Is scho still uman See” hat sich Heinz ausdrĂŒcklich zu seinem BegrĂ€bnis gewĂŒnscht.
Liebe Hella, lieber Martin, liebe trauernde Hinterbliebene, werte Trauerversammlung, liebe Unterillertaler!

Wir sind heute hier versammelt, um von unserem Ehrenmitglied Heinz Pichler Abschied zu nehmen. Seit 1966, also seit 52 Jahren, war Heinz Mitglied bei den Unterillertalern. Bereits drei Jahre vor seinem Beitritt ĂŒbernahm er die Leitung der Tanz- gruppe zusammen mit seiner Frau Hella. 23 Jahre war er Tanzmeister und hat nicht nur unserem Verein wertvolle Impulse gegeben. Bei vielen Tanzfesten wie Maitanz und Kathreintanz, die vor allem im Kornhaus stattfanden, hat er auch die Bevölkerung fĂŒr den Volkstanz begeistert. Auch in der Landwirtschaftsschule, wo er als Lehrer tĂ€tig war, konnte er viele SchĂŒler fĂŒr Tracht und Volkstanz gewinnen.

Der Höhepunkt seiner tĂ€nzerischen Laufbahn war sicher die Mitwirkung der Tanzgruppe der Unterillertaler bei den Olympischen Spielen 1972 in MĂŒnchen. Dort traten sie sechs Mal auf und wurden auch vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet. Auch die jahrelangen Auftritte bei der AllgĂ€uer Festwoche waren Highlights seiner Arbeit.                      
Seine kameradschaftliche Art zeigte sich, als er einen Nachfolger fĂŒr seine TĂ€tigkeit als Tanzleiter suchte. Alle Nachwuchs-Tanzleiter wie Bernhard Danner, Reinhold Petrich, Elisabeth Huber und Wolfram Wallner band er in seine Arbeit ein und machte sie mit der Materie vertraut. So profitiert die Tanzgruppe heute noch von dem, was sie von ihm lernen durfte.
Als guter und sicherer Bass-SÀnger war er auch Mitglied der Singgruppe der Unterillertaler. Als der damalige Chorleiter Ludwig Berthold 1979 die Leitung der Singgruppe aufgab, ist er als Singleiter ersatzweise eingesprungen, um den Chor vor der Auflösung zu bewahren.
Von 1994 bis 2004 war Heinz stellvertretender Vorsitzender. Aufgrund seiner vielen Verdienste wurde er 2002 von den Unterillertalern zum Ehrenmitglied ernannt. Der Bezirk Schwaben ehrte ihn fĂŒr seine Verdienste um die Volkstanzpflege mit der “Sieben-Schwaben-Medaille”. 2007 wurde ihm außerdem das “Ehrenzeichen des Bayerischen MinisterprĂ€sidenten fĂŒr Verdienste von im Ehrenamt tĂ€tigen Frauen und MĂ€nnern” ĂŒberreicht..
Heinz war trotz seines immensen Könnens und seines großen Engagements immer bescheiden. Seine BeitrĂ€ge zum Vereinsleben waren immer von großer Diskretion begleitet. Er konnte wunderbar und lange schweigend zuhören und dann, im passenden Moment, mit einem verschmitzten LĂ€cheln seine fundierten BeitrĂ€ge zur Sache kundgeben. Sein Humor und seine Lebensfreude haben auch durch seine mannigfachen gesundheitlichen Probleme nicht gelitten. Er ging mit wachen Augen durchs Leben, und es entging ihm nichts.
Lieber Heinz, du warst auch ein sehr geselliger Mensch. Wenn wir bei Feiern und Festen zusammen waren, dann war es dir immer ein Anliegen, auch zu singen. Wenn wir das Lied “A schöns BĂŒschl” sangen, hast du immer darauf den Jodler “Hoi-Hodaro” angestimmt - ”weil sich das so gÂŽhört!” wie du sagtest. Und wie oft haben wir zusammen den Trinkspruch angestimmt: “Herr Ritter, macht das Armbein krumb...”!
Du wirst uns fehlen in allen Bereichen unseres Vereinslebens. Ohne dich sind wir im wahrsten Sinne ein StĂŒck Ă€rmer geworden. An dieser Stelle möchte ich auch daran erinnern, dass du ĂŒber viele Jahre hinweg unseren verstorbenen Vereinsmitgliedern den Nachruf gehalten hast. Immer hast du die Person so beleuchtet, dass ein Bild vor dem inneren Auge entstand und der Mensch wieder ganz lebendig erschien. Jedes Wort wohl gewĂ€hlt und mit Bedacht gesprochen! Die deutsche Sprache war dir wichtig und jeder Wortsinn war bei dir treffend gesetzt!
So ist es nun an uns, von dir Abschied zu nehmen, was uns allen sichtlich schwer fĂ€llt. Denn mit Heinz verlieren wir nicht nur einen guten SĂ€nger und TĂ€nzer, einen Mitdenker und Initiator, sondern vor allem einen guten Kameraden und Freund. Sein Weggang reißt bei uns eine große LĂŒcke.
Als gebĂŒrtiger SĂŒdtiroler hat er seine Heimat nie vergessen, auch wenn er im AllgĂ€u und bei den Unterillertalern lĂ€ngst eine neue Heimat gefunden hat. Deshalb wird ihm jetzt die Singgruppe sein aus SĂŒdtirol stammendes Lieblingslied singen, das alte Prozessioneslied:     “Gott hat alles recht gemacht.”
Lieber Heinz, ruhe in Frieden!

Verfasst und vorgetragen von Reinhold Petrich

Hanni Singer

Hanni Singer war seit Januar 1969 Mitglied bei den Unterillertalern. Wie ihr Mann Rudl, der bereits 10 Jahre vor ihr Mitglied wurde, kam sie dann spĂ€ter zur Singgruppe und sang im Sopran mit. 2002 gestalteten die Unterillertaler die Goldene Hochzeit des Ehepaars Singer mit. 2009 wurde Hanni fĂŒr 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Aus gesundheitlichen GrĂŒnden trat sie 2016 aus dem Verein aus.

Helmut Hatscher

Helmut Hatscher trat am 20. Januar 1962 dem Verein der Unterillertaler bei. Er war ein eifriger Baßspieler und erlernte das Bandonion-Spiel. Er fungierte außerdem im Verein jahrelang als KassenprĂŒfer. Leider trat Helmut 2011 aus dem Verein aus.

Evi Schmidt

Nachruf fĂŒr Evi Schmidt am 18.05.2018

Sehr geehrte Familie Schmidt, werte Angehörige, werte Trauerversammlung, liebe Unterillertaler.

Heute gilt es Abschied zu nehmen von unserem treuen und geschĂ€tzten Mitglied Evi Schmidt. Evi ist den Unterillertalern, mit ihrem Mann Hermann, am 22. Februar 1984 beigetreten. Beide waren immer sehr gesellig. Beide waren auch bei den UJ-Senioren. Zu allen ZusammenkĂŒnften im Waldhorn waren sie da. Und da hat sich unsere liebe Vestorbene besonders hervorgetan. Sie hat ĂŒber viele Jahre hin unsere Mitglieder, die kein Auto besaßen, kurzerhand abgeholt, so, dass alle bei den Versammlungen und Veranstaltungen teilnehmen konnten. Evi war da sehr gewissenhaft. Nie hat sie ein Mitglied vergessen. Sie hat sich auch Zeit genommen und hat bei der Einen oder Anderen beim Anziehen der Tracht geholfen! Nie hat Evi darĂŒber ein Wort verloren und deshalb haben auch wenige davon gewusst. Evi war ein ĂŒberaus bescheidener und ein urgemĂŒtlicher Mensch. Eben ein wahrer Christ. 

Das können nicht viele von sich behaupten. Aus tiefstem Inneren heraus war sie ein Christ und das merkte man ihr auch an. Evi kannten wir nur fröhlich und sehr humorvoll! So habe ich gerade das Bild der Todesanzeige vor meinem inneren Auge - Evi - mit einem herzlichen LĂ€cheln. So war sie - und so werden wir sie auch in Erinnerung behalten! In jeder Situation positiv eingestellt! Wenn mal etwas nicht wie geplant verlief, so war Evi mit ihrem Optimismus und Humor da und hat alles auf die richtige Bahn gebracht. Die Unterillertaler Senioren waren auch öfter zu Gast in ihrem schönen Haus hier in Sulzberg. Sie hat uns alle verwöhnt mit den besten Kuchen und Torten. Keine Arbeit war ihr zuviel. DafĂŒr wollen wir ihr heute noch einmal “Danke” sagen. Als im Jahr 1995, am 12. November, ihr lieber Hermann gestorben war, hat sie mir zum Weihnachtssingen der Unterillertaler etwas mitgebracht. NĂ€mlich die Manschettenknöpfe von Hermann. Seither denke ich immer, wenn ich sie trage an Hermann. Und nun werde ich also auch immer an Evi denken - selbstverstĂ€ndlich habe ich die Manschettenknöpfe heute auch am Hemd. Liebe Evi, fĂŒr alles was du in den vielen Jahren fĂŒr uns getan hast, wollen wir dir heute nochmals danken und dir ein herzliches “VergeltÂŽs Gott sagen. In unseren Herzen und Gedanken wirst du immer bei uns sein. Als letzten Gruß singen wir dir noch den schönen “allerseelner Jodler” nach!
“PfĂŒat die Gott liebe Evi” Ruhe in Frieden!

Verfasst und vorgetragen von Reinhold Petrich

Walburga Botzenhardt

Nachruf fĂŒr Burgl Botzenhardt

Liebe Petra, lieber Karl-Heinz, liebe Rosmarie, Margreth, Elisabeth mit Familien,liebe Unterillertaler, werte Trauerversammlung!

Wir, die Unterillertaler Kempten, mĂŒssen heute von Walburga Botzenhardt, unserer lieben Burgl, Abschied nehmen. Viel zu frĂŒh hat unser Herrgott das große “Amen” gesprochen. Du, liebe Burgl, warst seit 04.09.1965, also fast 53 Jahre lang, unser treues Mitglied. Schon deine Eltern waren aktive Mitglieder - so denke ich an den “Grötler-Vater”, der jahrelang unsere Vereinspost persönlich zugestellt hat.!
Auch deine Schwestern Rosmarie und Margreth sind schon lange Jahre treue und aktive Mitglieder!
Ja, deine Schwester Rosmarie! Du Burgl und Rosmarie, ihr seid, wie wir immer scherzhaft sagten, unsere “Siamesischen Zwillinge”. Euch Beide gab es nur zu Zweit!

Sei es bei der Singgruppe - bei den Senioren - bei AusflĂŒgen - da könnte ich noch vieles aufzĂ€hlen - immer ward ihr zu Zweien! und natĂŒrlich auch in deinem “Antik-LĂ€dele”! Dein “Berufsleben” verbrachtest du im Laden, und als Rosmarie dann in Rente ging - na - da war sie dann bei dir, liebe Burgl! Denn ohne Arbeit kann wohl niemand, der von “GrötlerÂŽs” abstammt, sein.

Nichts konnte Rosmarie daheim halten! Genau wie du, so brauchte auch Rosmarie “ihren Laden”! Liebe Burgl, du warst nicht nur lange Jahre in der Singgruppe, sondern auch eine begeisterte, aktive TĂ€nzerin. Bis vor kurzem hast du noch gesungen und getanzt.Was wir alle vor allem an dir schĂ€tzten, war deine Kameradschaft. Du hattest ein Auge fĂŒr die Anderen. Du warst immer zur Stelle, wenn irgendjemand Hilfe brauchte. DafĂŒr möchten wir nochmals “Danke” sagen! Als wir erfahren haben, dass du liebe Burgl so schwer erkrankt bist, hatte es uns schon sehr betroffen gemacht. Wir haben mit dir gehofft und gelitten. Doch der Hergott hatte anderes mit dir vor. Wir wissen dich jetzt in seiner Hand. Du warst sehr tapfer und man hörte nie ein Wort der Klage von dir. Im letzten Jahr warst du zum ersten Mal, seit es den Weihnachtsmarkt gibt, nicht mit deinem Stand dort. Der, so darf ich mit Stolz sagen, der schönste auf dem Markt war. Aber so konntest du nach Jahren, mal wieder bei unserem Weihnachtssingen aktiv dabei sein! Liebe Burgl, wir werden dich vermissen, dennoch wissen wir dich in Gottes Hand, darum soll dir nun das schöne SĂŒdtiroler Lied “Gott hat alles recht gemacht” unser Dank an dich und an den himmlischen Vater.
Ruhe in Frieden!

Verfasst und vorgetragen von Reinhold Petrich

Elisabeth Wahl

Nachruf fĂŒr Elisabeth Wahl am 06.02.2017

Werte Familie Wahl und Fiedler, verehrte Angehörige, werte Trauerversammlung,

die Unterillertaler Kempten trauern um ihr langjĂ€hriges Mitglied Liesl Wahl. Liesl ist am     
12. Juni 1948 im Alter von 15 Jahren den Unterillertalern beigetreten und hat anfĂ€nglich bei den TĂ€nzern einige Jahre mitgewirkt. Bereits ihre Eltern Hans und Justine waren sehr aktive Mitglieder, und so war es bestimmt fĂŒr Liesl ein Bestreben, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten. Aus ihren zahlreichen ErzĂ€hlungen weiß ich, dass sie sich jedesmal mit Begeisterung auf die Vereinsabende am Samstag in der Kreuzstraße freute. Damals trug sie, wie alle Unterillertaler, noch die Gebirgstracht; und als man sich im Verein auf die bodenstĂ€ndige Tracht besann und somit die Tracht erneuerte, hat sie mit ihren Eltern aktiv daran teilgenommen.
Als sie mit ihrem Mann eine Familie grĂŒndete, konnte sie aus familiĂ€ren GrĂŒnden nicht mehr aktiv am Vereinsleben teilnehmen.

Durch ihre Eltern hat sie jedoch nie den Kontakt zu uns verloren.
Als ihre Eltern in den 80er Jahren Goldene Hochzeit feierten, ließ sie sich eine Festtracht und eine Radhaube fertigen. Seither nahm sie wieder vermehrt am Vereinsleben teil. Besonders stolz war sie darauf, dass sie insgesamt fĂŒnf Mal am Trachtenumzug des Oktoberfestes teilgenommen hatte. Gerne besuchte Liesl alle unsere Soniorentreffen im Waldhorn und nahm auch mit Freude an den AusflĂŒgen und Fahrten teil. Sie war dabei auch immer passend im Dirndl gekleidet, und keine MĂŒhe war ihr dafĂŒr zuviel. Vor etwa 1 Jahr ließ sie sich noch eine neue Sonntagstracht nĂ€hen. Bei allen Veranstaltungen des Vereins, seinen es AusflĂŒge, Beerdigungen, Versammlungen, Nikolaus usw., war sie wie selbstverstĂ€ndlich immer dabei. Das letzte Jahr ihres Lebens war mit Krankheit ausgefĂŒllt, und wir gönnen ihr jetzt von Herzen die ewige Ruhe. Dennoch macht uns ihr Tod betroffen und lĂ€sst uns innehalten. Wir denken an die schöne Zeit mit ihr. Ihr großer Stolz waren ihre Kinder, von denen sie mit Freude und mit Fotos uns immer wieder berichtete. Sie war den Unterillertalern 68 Jahre lang treu, das ist nach unserer Hella Pichler die zweitlĂ€ngste Vereinszugehörigkeit und wir sind gerne dr Aufforderung gefolgt, um ihre Trauerfeierlichktien musikalisch zu umrahmen. Mit dem Lied “Gott hat alles recht gemacht” und einem Blumengebinde verabschieden wir uns in Dankbarkeit.
Liebe Liesl, ruhe in Frieden!

vorgetragen von Reinhold Petrich

Herbert Scheibeck

Nachruf fĂŒr Herbert Scheibeck

Werte Angehörige, liebe Unterillertaler, werte Trauergemeinde,

wir nehmen heute Abschied von unsere Vereins-  mitglied Herbert Scheibeck. Am 01. 12.1999 trat Herbert unserem Verein bei. Seit dieser Zeit war er bei fast allen Tanzproben als aktiver und begeisteter TĂ€nzer dabei. Auch sein handwerk- liches Geschick als Schreiner brachte er zum Beispiel beim Aufstellen der BrĂŒndl-Krippe in der Sankt-Lorenz-Basilika, beim Herstellen des Bandlbaumes fĂŒr die Tanzgruppe und bei vielen anderen Gelegenheiten mit ein. Selbst als es seine angeschlagene Gesundheit nicht mehr zuließ zu tanzen, besuchte er uns bei den Tanzprpben und unseren Veranstaltungen. Herbert war immer ein hilfsbereiter, zuverlĂ€ssiger und treuer Kamerad. Leider war es ihm in letzter Zeit nicht mehr möglich, an unserem Vereinsleben teilzunehmen.

Lieber Herbert, wir danken dir fĂŒr deine Treue zum Verein und möchten dir mit dem Andachtsjodler am Grab und dem schönen Lied “Gott hat alles recht gemacht” in der Kirche einen letzten musikalischen Gruß schicken.
Lieber Herbert, ruhe in Frieden!

vorgetragen von Willi Brack

Resi StÀdele

Rosina Doll

Adolf BrĂŒndl

Hans Winkler

Die Nachricht vom Tod unseres lieben Adi hat uns betroffen und traurig gemacht. Mit Adi BrĂŒndl verlieren die Unterillertaler ein geschĂ€tztes Mitglied und Freund. Er mochte die Menschen und war gerne gesellig mit ihnen zusammen. Er “werkte”, wie er es selber scherzhaft nannte, mit seiner Gitarre, so oft er dazu Gelegenheit fand. Da war Adi in seinem Element. Jeden 6.Januar findet in der Pfarrkirche Lenzfried eine Anbetungsstunde fĂŒr ein “Christkindl” statt. Adi hat dies mit Herzblut vorangetrieben und auch den “Laurentius-Gesang” dafĂŒr gewinnen können. Sein Lebenswerk, eine einzigartige, 200 Figuren umfassende Krippe (geschnitzt von den allgĂ€uer KĂŒnstlern Konrad und Graf), hat er in liebevoller Handarbeit mit barocken Stoffen bekleidet. Kurz vor seinem Tod hat er diese dem Verein der Unterillertaler als Schenkung vermacht, mit der Auflage, sie aufzustellen und zu pflegen. Nun hat die Pfarrei St. Lorenz sich bereit erklĂ€rt, der Krippenaufstellung eine bleibende “Herberge” in einer  Nische in der Krypta der Basilika zu geben. Auch durch diese “BrĂŒndl-Krippe” wird Adi uns unvergessen bleiben.

Text: Reinhold Petrich und Kathi Reichart

Inge Böck

Otto Simon

Nachruf von Otto Simon

Otto Simon war seit dem 4.04.1974 Mitglied der Unterillertaler Kempten. Er war ein warmherziger, hilfsbereiter, offener und stets fröhlich gestimmter Mann, der gleichzeitig ein engagierter und mitreißender Musikant war. Ab 1978 spielte er bei den “Offenen Tanzen” auf. Zuerst allein mit der Harmonika, im Laufe der Zeit auch mit anderen Mitspielern in wechselnden Besetzungen. Aber nicht nur beim “Offenen Tanzen, sondern auch bei vielen Auftritten unserer Volkstanzgruppe stand Otto uns zur Seite - z.B. bei der AllgĂ€uer Festwoche. Ebenso wirkte er und seine Musikanten jahrelang bei den Weihnachtssingen der Unterillertaler in der Lenzfrieder Kirche mit. Auch als SĂ€nger war Otto Simon mit seiner schönen Bass-Stimme wichtig fĂŒr unseren Chor.

FĂŒr all dies, fĂŒr seine Treue zu den Unterillertalern und in Erinnerung an viele schöne Stunden möchten wir ganz herzlich “VergeltÂŽs Gott” sagen.

Fotos + Text: Heinz Pichler

Ein letzter Gruß von den Unterillertaler Kempten

Verstorbene Mitglieder im Jahr 2012

Elisabeth Huber

An der bewegenden Trauerfeier in der Eggenthaler Kirche nahmen sehr viele trauernde Angehörige, Freunde und Bekannte teil. Elisabeth war in etlichen Vereinen Mitglied und somit waren auch die jeweiligen Fahnenabordnungen vertreten und standen  neben dem Hochaltar. Als letzten Gruß legten die Unterillertaler einen schönen Kranz nieder. Der Chor der Unterillertaler gestaltete auch mit der “Deutschen Bauernmesse” von Anette Thoma den Gottesdienst. Heinz Pichler hielt einen bewegenden Nachruf und Reinhold Petrich (Solo-Bariton) sang “Er weidet seine Herde” v. HĂ€ndel.

Rudolf Singer

Unfassbar fĂŒr uns alle ist der Tod unserer Elisabeth Huber. Elisabeth war ein ĂŒberaus beliebtes und sehr engagiertes Vereinsmitglied. Sie war aus voller Überzeugung Mitglied der “Unterillertaler Kempten”. Ob beim Singen oder beim Tanzen, sie war aus ganzem Herzen dabei. Seit 2003 hat sie zusammen mit Wolfram Wallner die Tanzgruppe geleitet, bis sie krankheitsbedingt die Leitung unterbrechen mußte. Wir alle hofften, daß wir sie irgendwann wieder gesund in unserer Mitte begrĂŒĂŸen könnten, aber das Schicksal hat es nicht so gewollt. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren !

Foto: H.Pichler

Wir haben in Rudolf Singer ein geschĂ€tztes Ehrenmitglied verloren. Rudl war seit 1959 ein begeistertes Mitglied der Unterillertaler. Er war ein eifriger TĂ€nzer in der Tanzgruppe und ein hervorragender SĂ€nger in der Unterillertaler Singgruppe. Das Amt des SchriftfĂŒhrers oblag ihm viele Jahre lang. Auch war er im Beirat, solange es seine Gesundheit zuließ. Eine seiner HauptstĂ€rken lag auch in der Dichtkunst, den Knittelversen und Reimen. Seine Nikolausauftritte, an die sich der ganze Verein mit Freuden erinnert, ĂŒbte er 35 Jahre lang aus.                                    
Gerne trug Rudl auch das “AllgĂ€uer Gwand” und die erneuerte Kemptener MĂ€nner-Sonntagstracht.                  
Rudl Singer war mit Leib und Seele, aus vollem Herzblut, Mitglied der Unterillertaler Kempten.

 

Verstorbene Mitglieder im Jahr 2011

Kurt Blaschke

Anny Altweck

Ein letzter Gruß vom Chor der Unterillertaler

Unsere Fahnenabordnung erweist Anny die letzte Ehre